Dominik Berner

C++ Coder, Agilist, Rock Climber


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The Mountain Mind

Dare to commit yourself

Dominik Berner - Software Engineer, Agilist, Rock Climber

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Guten Morgen mitenander

Only those who will risk going too far can possibly find out how far they can go. ~T.S. Eliot

Oder: Man muss wissen wie weit man zu weit gehen kann


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Los geht’s!

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Stellt euch vor…

Gestern losgegangen in die Hüttte die besorgte freundin noch “seid ihr sicher, dass ihr das packt?” Heute Vor sonnenaufgang los, frühstück, zustieg, sonnenaufgang, ein paar Seillängen geklettert alles OK.

oder anders:

Software, aquisegespräch, offerte raus, SUM fragt seid ihr sicher, dass ihr das packt? Erstes Projekt setup, erste refinement and review meetings, und jetzt gehts ans eingemachte.


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“Committed sein”

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Doch nun gilts ernst “Ab hier kein Zurück mehr”. Und in der steilwand, schaut man sich an und sagt sich, wenn wir hier Weiterklettern ist schluss mit abseilen. Dann müssen wir oben raus.

Jetzt wirds schwierig, es steht eine z.b architekturentscheidung an die nur schwer Rückgängig gemacht werden kann. Oder dieses eine Feature, dass man nicht so genau weiss wie umsetzen, aber wenns klappt ist das Produkt der Hammer.

Und? Könnt ihr euch hier committen? Fragt der Scrum Master im Planning meeting?

  • Was heisst committed sein?

Übersetzt “Bindung”, Engagement aber auch Hingabe, Verpflichtung. Erscheint uns etwas einfach und ist der Weg klar, fällt uns die Entscheidung oft einfach.

  • Committed sein bedeutet involvement. Auf dem Berg ist man erst “Committed” wenn man bereits voll drin steckt.
  • Committed sein heisst: Ich will da rauf, und ich bin bereit dafür zu “beissen”
  • Committed sein heisst nicht, ich will das tun. Sondern, ich tue das
  • Committment hat etwas finales und bedeutet vollen fokus auf etwas. Halbpatziges Commitment ist nichts

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“Committed sein”

.fat[ “The committed person doesn’t play by the rules of the game. He is responsible for the game.”

Peter Senge ]

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Das ist das was wir gerne möchten. So macht es nämlich auch spass, so können wir mitgestalten, so können wir echt etwas herausholen. Wir wollen an den Punkt kommen, wo wir sagen ich weiss noch nicht wie.” Nun möchten wir aber nicht verzagen sondern sagen können “bin zuversichtlich, dass ich das mit meinem Team schaffe.” Wie kommen wir dahin?

Aber: Je höher die kosten für uns selbst, desto schwieriger fällt uns das. Bis zu dem Moment, bei dem wir uns nicht mehr committen wollen.

Kenne ich eine Kletterroute schon oder habe ich eine Feature schon mal ganz ähnlich implementiert fällt mir das committment oft einfach. Spannend wird es dort, wo wir uns auf Neuland begeben.

Dort wo wir in der Situation sind, dass wir sagen”

  • Das Ziel kennen wir, den Weg dahin nur begrenzt

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Was sind denn Risiken?

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Diese Risiken kriegen wir nicht weg, sie sind Systembedingt. Beim Bergsteigen kann ich Steinschlag ausgesetzt sein. Beim Programmieren kann eine kritische Sicherheitslücke erscheinen Der Kunde kann in Finanznot geraten und das Projekt killen


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Was sind denn Risiken?

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Darauf setzen wir die “Hausgemachten” risiken drauf.

  • Ignorance: Wir wissen/können einfach zu wenig
  • Casualness: Wir unterschätzen die Situation, denken es sei easy
  • Distraction: Wir verzetteln uns - Das heisst wir sind nicht committed

Was hilft: Ignorance? Training, Erfahrung Casualness: Reflektieren, System awareness, Kontext beobachten Distraction: Committment - Fokus


Risikowahrnehmung

Die Riskowahrnehmung ist oft subjektiv

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Risiko ist subjektiv. “Risiko ist die Angst dass es schief gehen könnte.”

aber ich habe versprochen Über comittment und Zuversicht zu sprechen. Zuversicht ist das Schmerzmittel zur Risikowahrnehmung


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Risiko und Commitment

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Grosses wahrgenommenes Risiko führt dazu, dass wir uns nicht committen wollen

Niedriges Commitment führt dazu, dass wir das was wir tun als Risikobehaftet einschätzen, weil wir das “spiel” nicht gestalten wollen/können

Dies verhindert wieder commitment und so weiter. Oder auch anders rum, ist das Risiko klein fällt es uns leicht uns zu committen. Sind wir voll drin, laufen wir gefahr alles zu schaffen (Kanns geben)


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Risiko und Commitment

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Als stellgrössen, Skills/Training, System awareness sowie Fokus und involvment

Beim Klettern, Kletterhalle, Ernsthaftigkeit der Route, Team kollegen etc. Und das committment kommt wenn wir dabei sind

Beim Arbeiten, Ingenierusarbeit, Kontext, “Warum”


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Sicherheit schaffen - Fokus erhöhen

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Fokus und Involvment erhöhen. Ja ich will das, ich trau mich das. - Z.b. Nicht alleine gehen. Team kennen - Distraction reduzieren. “Ich würde ja, wenn ich könnte - Fokus auf die Risikobehafteten Situationen lenken, bewusst einsteigen”

SKill level - Ich kann das, oder ich hab Leute um mich herum die das können. System Context - Ich weiss was um mich herum geschieht, ich kann die Situation einschätzen. Ich weiss wie viel spatzig wir haben


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in den Flow kommen

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Wenn alles zusammen spielt kommen wir in den Flow. Lange strecken von hoher konzentration und Leistungsfähigkeit. Dann wirds auch wenns mal gefährlicher wird spannend.

  • Dann fass ich mir ein HErz un überkletter die Schwierige Stelle. Ich kann das mobilisieren. Oftmals mit Anfeuern vom Kletterpartner
  • Dann wage ich mich an ein Projekt mit unsicherheiten. Weil ich weiss, dass ich den nötigen Fokus aufbringen kann. Weil meine Kollegen schlau sind und gut ausgebildet. Weil ich mit meinem Mandatsleiter den Kontext schaffen kann - z.b. Ist ein Absturz Lebensgefährlich oder nur sehr unangenehm? Geht die bbv kaputt, wenn wir das Projekt versemmeln?

Man muss sich diese Umgebung schaffen.

Wenn das stimmt, dann kann man sich an die grossen Berge wagen. Dann ist Bergsteigen und Softwareentwicklung nicht einfach nur ein teures, gefährliches wagniss, sondern ein Lustvolles Abenteuer, bei dem absolut unglaubliche Momente entstehen können.


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Vielen Dank

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Und dann schaut man am Abend oder am Projektende auf wirklich coole Arbeit zurück. Nicht nur auf ein Spannendes ergebnis, sondern auch darauf dass der Weg dahin exzellent war.

Aber Bevor wir vom Abend sprechen, geniesst das weitere Programm.

Vielen Dank fürs Zuhören


HALDE

Wenn wir nicht wissen auf welchen Gipfel es geht, können wir auch nicht sagen, das schaffen wir.

Wenn uns die Produktvision fehlt, können wir uns nur in der Anstrenung verlieren. Das Ziel kann natürlich sein “Ich lerne das”, dann ist das Tun eine gute variante

  • Dafür müssen wir uns uns unser team kennen. Nicht nur dann wenns einfach ist, sondern in krisensituationen

  • (Selbst-) Vertrauen schaffen - Im laufe unserer Karriere auch mal risiken eingehen und auf die schnauze fallen

  • Ziel “Bewusst handlen” - Etwas konkretes tun ist der zentrale aspekt im leben - Von Konzepten alleine wird nichts erledigt
    • Stop sharpening the saw and start cutting shit
  • Die Vorbereitung ist - gerade bei komplexen dingen - nie gut genug

  • Nur kletterführer wälzen bringt nichts. Nur Requirements und projektpläne definieren bringt kein commitment.
  • Committment entsteht beim tun.

  • Und wenns schief geht? Dann hoffen wir, dass es nicht katatrophal schiefgeht.
  • Wir trainieren unsere craft, reflektieren unsere erfahrungen und lösen unsere konflikte früh und im sicheren rahmen.
  • So schaffen wir es, dass wir drohende fehlschläge zuverlässiger früh erkennen

  • Ohne committment geh ich nicht auf die schwierigen und schönen berge, sondern bleibe im Flachland. Das ist auch schön, aber nicht das selbe
  • Langweilige repetitive projekte können wir ohne commmitment machen. Wollen wir krasse sachen machen, brauchen wir commitment und fokus

)(Passts?)

  • Klettern ist wie Software engineering - Lange die Konzentration halten, flow basiert, ab und zu momente wos wirklich tough wird und jeder handgriff zählt.

  • Kommt ins tun, vertraut den PErsonen um euch herum und macht das gemeinsam

The most effective people are those who can “hold” their vision while remaining committed to seeing current reality clearly” Peter Senge

“The committed person doesn’t play by the rules of the game. He is responsible for the game. If the rules of the game stand in the way of achieving the vision, he will find ways to change the rules.”